Diese Brokkoli-Pasta bekommt ihre cremige Sauce aus einem Teil der weißen Bohnen, Parmesan und etwas Nudelwasser. Der restliche Teil der Bohnen bleibt ganz, die Brokkoliröschen bleiben sichtbar und bissfest. So wird daraus eine herzhafte Pastapfanne mit Gemüse und Substanz, keine Schüssel Bohnenpüree.
Anders als bei einer Hüttenkäse-Pasta steht hier der Brokkoli im Mittelpunkt. Die Bohnen sind eine milde Grundlage für die Sauce und zugleich eine zusätzliche Zutat, die man beim Essen noch erkennt. Zitrone hebt den Geschmack, ohne das Gericht sauer zu machen.
Die Eckdaten
Für vier Portionen sind etwa zehn Minuten Vorbereitung und 20 Minuten Kochzeit vorgesehen. Pasta und Brokkoli garen im selben Topf; parallel entsteht die Sauce. Du brauchst dafür einen großen Topf, eine Pfanne und einen Pürierstab oder Mixer. Alle Mengen findest du in der Rezeptkarte.
Zutaten: worauf es ankommt
Brokkoli: Kleine Röschen garen in den letzten vier bis fünf Minuten zusammen mit der Pasta. Der geschälte Strunk kann fein gewürfelt ebenfalls mit ins Wasser. So wird das Gemüse gar, ohne zu einer grünen Creme zu zerfallen.
Weiße Bohnen: Eine Dose mit etwa 240 g Abtropfgewicht reicht für die Sauce und sichtbare Bohnen in der Pfanne. Teile sie ungefähr in zwei Hälften. Eine Hälfte wird glatt püriert, die andere nur erwärmt.
Pasta: Fusilli oder Penne fangen die Sauce gut auf. Koche sie bissfest; beim späteren Vermengen nimmt sie noch etwas Flüssigkeit auf.
Parmesan, Knoblauch und Zitrone: Sie machen aus milden Bohnen eine würzige, helle Sauce. Für eine streng vegetarische Zubereitung einen Hartkäse ohne tierisches Lab verwenden. Nimm Zitronensaft zunächst zurückhaltend und schmecke am Ende nach.
Nudelwasser: Es ist eine eingeplante Zutat, kein Notbehelf. Fange vor dem Abgießen mindestens 200 ml auf, auch wenn die Rezeptkarte zunächst ungefähr 150 ml vorsieht.
So entsteht die Sauce
Spüle die Bohnen ab, teile den Brokkoli und hacke den Knoblauch. Setze die Pasta in gesalzenem Wasser auf. In den letzten vier bis fünf Minuten der auf der Packung angegebenen Kochzeit kommt der Brokkoli in denselben Topf. Eine große Röschenform braucht eventuell etwas länger; schneide sie deshalb bewusst klein.
Püriere in der Zwischenzeit etwa die Hälfte der Bohnen mit 100 ml warmem Nudelwasser, geriebenem Parmesan, einem Esslöffel Olivenöl, zwei Teelöffeln Zitronensaft und Pfeffer. Es soll eine fließende, aber nicht wässrige Creme entstehen. Wenn der Mixer schwer arbeitet, gib löffelweise zusätzliches Wasser zu.
Erwärme das übrige Olivenöl in einer weiten Pfanne. Brate den Knoblauch nur kurz an, damit er nicht braun wird, und gib die ganzen Bohnen dazu. Nun Pasta und Brokkoli abgießen, beides in die Pfanne geben und die Bohnencreme unterheben. Bei niedriger Hitze mit dem restlichen Nudelwasser nach und nach lockern. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronenabrieb abschmecken. Ein zusätzlicher Spritzer Saft oder Chili ist möglich, aber nicht nötig.
Warum das Nudelwasser wichtig ist
Beim Kochen gibt Pasta Stärke an das Wasser ab. Ein Teil dieses Wassers verbindet sich mit der pürierten Bohnenbasis und hilft, sie gleichmäßig auf den Nudeln zu verteilen. Ohne zusätzliche Flüssigkeit wäre die Creme zu dick und würde in einzelnen Klumpen zwischen Brokkoli und Pasta sitzen.
Gib Wasser trotzdem nicht auf einmal hinein. Die Bohnen unterscheiden sich in ihrer Feuchtigkeit, und auch die Pasta nimmt je nach Form verschieden viel Sauce auf. Beginne mit den 100 ml im Mixer, füge nach dem Vermengen weitere kleine Mengen hinzu und höre auf, sobald alles locker überzogen ist. Die Sauce zieht beim Abkühlen etwas an.
Brokkoli mit Biss statt zerkocht
Kleine Röschen benötigen im Pastawasser meist nur wenige Minuten. Gib sie nicht bereits zu Beginn der Pasta-Kochzeit dazu. Sind sie vor dem Abgießen noch sehr fest, lasse sie eine Minute länger im Wasser und prüfe erneut. Sie sollen sich mit einer Gabel einstechen lassen, aber ihre Form behalten.
Wenn du Brokkoli aus dem Tiefkühlfach verwendest, kann er mehr Feuchtigkeit abgeben. Gare ihn nach Packungsangabe und lasse ihn gut abtropfen. Für die schnellste und berechenbarste Variante ist frischer Brokkoli vorgesehen.
Varianten und mögliche Fehler
Cannellini- oder Butterbohnen sind milde Alternativen. Sehr feste Bohnen mit dicker Schale ergeben womöglich eine gröbere Sauce; püriere dann etwas länger. Falls sie immer noch zu fest wirkt, zuerst warmes Nudelwasser statt mehr Öl zugeben.
Eine Prise Chili und etwas zusätzlicher Zitronenabrieb verändern den Charakter, ohne das Grundrezept zu ersetzen. Wer mehr Gemüse möchte, kann gegen Ende eine Handvoll Spinat in die Pfanne geben. Er fällt in der Restwärme zusammen; eventuell braucht die Pasta danach einen weiteren Schuss Nudelwasser.
Sauce zu dick? Löffelweise warmes Nudelwasser einrühren. Sauce zu dünn? Kurz bei niedriger Hitze vermengen, damit Pasta und Bohnen einen Teil aufnehmen. Brokkoli sehr weich? Beim nächsten Mal später ins Kochwasser geben und die Röschen etwas größer schneiden.
Servieren und aufbewahren
Die Pasta ist als Hauptgericht gedacht. Dazu passt bei Bedarf ein einfacher Salat oder etwas geröstetes Brot. Für ein anderes warmes Gnocchi-Gericht mit Spinat und Feta gibt es die Gnocchi-Spinat-Pfanne.
Reste abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von zwei Tagen verwenden. Beim Erwärmen etwas Wasser einrühren, weil die Bohnencreme nach dem Abkühlen fester wird. Sanft erhitzen und nicht lange trocken in der Pfanne stehen lassen. Mehr Pastagerichte findest du in Pasta & Gnocchi.


